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Die bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft - Eine Alternative zur Marktwirtschaft - von Alfred Fresin, Peter Lang Verlag, Frankfurt (Oktober 2005)

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Abstract:

Fresin's Buch beschreibt in der BVW (Bedürfnisorientierten Versorgungswirtschaft) eine Alternative zur Marktwirtschaft, die sich wesentlich durch die radikale Abschaffung von Geld, Markt und Staat auszeichnet. Das Privateigentums an Produktionsmitteln wird abgeschafft. Die gesellschaftlich produzierten Güter werden nicht verkauft, sondern gemäß Bedürfnissen und Ansprüchen zugeteilt. Eine bescheidener Anspruch an Grundversorgung besteht auch ohne zu Arbeiten. Wer arbeitet, erwirbt entsprechend qualitativ oder quantitative abgestufte Zuteilungsansprüche. Alle Entscheidungen über Produktion und Zuteilung fallen in Kommitees.


Unterseiten:


Zur Einstimmung in die Thematik gibt es im Folgenden das Einführungskapitel des Buches, in dem der Inhalt kurz dargstellt wird.

EINFÜHRENDER LEITFADEN

Teil 1: Kritik der Marktwirtschaft

Der Gegenentwurf zur Marktwirtschaft setzt eine Kritik dieser Ökonomie voraus. Diese wird in den ersten Abschnitten des Buches ausgeführt. Thesenartig werden die Ökonomie der Marktwirtschaft (früher auch als Kapitalismus bezeichnet), deren Wirkung auf Lebensbereiche und der Umgang der staatlichen Politik mit diesen Wirkungen dargestellt.

Im ersten Kapitel "Die Rationalität einer irrationalen Ökonomie" wird die ökonomische Basis dieser Gesellschaft beleuchtet. Diejenigen, die tagtäglich damit umzugehen haben, beziehen sich meist positiv darauf, weil sie auf Gedeih und Verderb darauf verwiesen sind. Markt, Privateigentum, Geld, Konkurrenz erscheinen als "natürlich" (- "es geht gar nicht anders"), gottgegeben oder vernünftig. Rational ist die Marktwirtschaft tatsächlich vom Standpunkt des Kaufs und Verkaufs von Eigentum und der damit verbundenen Vermehrung von Reichtum. Irrational ist diese allerdings dann, wenn eine Wirtschaft vom Standpunkt begutachtet wird, all ihren Mitgliedern einen gesicherten und (bedürfnis)befriedigenden Lebensunterhalt zu ermöglichen. Ist dies überhaupt Sinn und Zweck der Marktwirtschaft? Die Antwort lautet: nein. Es wird zwar gesellschaftlich produziert, die Produktion unterliegt allerdings Interessengegensätzen und die Produkte liegen als Privateigentum vor, welches mit entsprechender Zahlungsfähigkeit angeeignet werden kann. Nur mit Geld kommt man an die Waren heran, die jeder für seinen Konsum braucht: Geld öffnet und - bei nur spärlicher Menge - verschließt den Zugang zum Warenangebot. Konkurrenz und Spekulation treiben die Marktwirtschaft voran - mal in eine Krise, mal in einen Boom. Keiner, auch nicht die oft befragten Wirtschaftsfachleute, weiß so recht, wie sich "die Wirtschaft" entwickelt.

Die Wirkungen, welche die Marktwirtschaft bei vielen Mitwirkenden zeitigt, machen das "Elend der Marktwirtschaft" aus. Nicht nur in der Dritten Welt, auch in den Metropolen der Marktwirtschaft gibt es nach wie vor Armut - und das nicht zu knapp. Nur Schönfärberei und Vergleiche mit mieseren Zeiten oder ärmlicheren Landstrichen können diese kaschieren und retuschieren.

Die Arbeit und der Arbeitsplatz werden in der Marktwirtschaft oftmals beargwöhnt - und das kommt nicht von ungefähr. Arbeitsentgelt, Arbeitszeit, Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen sind oft keineswegs dazu angetan, die Arbeit als befriedigend oder angenehm zu empfinden.

Darunter leidet dann u.a. auch die Gesundheit, deren Erhaltung in der Marktwirtschaft ein "Kostenproblem" ist. Besonders "unangenehm" fallen dabei in dieser Gesellschaft Arbeitslose, Kranke und ältere Personen auf, die den Sozialstaat "belasten", weil sie nichts (mehr) "erwirtschaften".

Und mittlerweile ist auch die "Umwelt" zu einem Problem geworden. Die Unterwerfung der Natur unter marktwirtschaftliche Kriterien führt zu Schäden, die kurzfristig entstehen und nur langfristig, wenn überhaupt, zu beseitigen sind.

Dies gilt auch für die Schäden durch Kriege, die unter dem Titel Freiheit und Demokratie geführt werden und Störungen des marktwirtschaftlichen Zugriffs auf gewisse Regionen bereinigen sollen.

Ist nun von der Politik des demokratischen bürgerlichen Staats eine Behebung dieser Zustände zu erwarten? Wie sieht der "staatliche Umgang mit der Marktwirtschaft und deren Elend" aus?

Diesbezüglich wäre zu klären, um Missverständnisse zu vermeiden und diese Fragen zu beantworten, wer der Staat ist und worin die Grundprinzipien seiner Politik bestehen. Könnte sich womöglich aufgrund dieser Klärung ergeben, dass die Menschenfreundlichkeit dieser Politik sich in sehr eng abgesteckten Grenzen hält? Auch wenn die dafür Zuständigen ständig beteuern, das Beste für ihre WählerInnen erreichen zu wollen - welche WählerInnen meinen sie und wie gut ist das Beste für wen? Allen könne man es gar nicht recht machen, beteuern die Politiker - da haben sie recht, denn dies ist auch nicht gut möglich in einer Gesellschaft, die auf Interessengegensätzen beruht. Was können also unzufriedene und kritische Menschen erreichen und erwarten, wenn sie ihre Sorgen und Befürchtungen dem Staat, seiner Regierung und seinen Beamten kundtun? Die Politiker werden vielleicht Verständnis zeigen - ob und wie dann etwas "getan" wird, hängt von bestimmten "Bedingungen" ab und ist mit Vorbehalten versehen. Die Grundprinzipien des bürgerlichen Staates werden dabei jedenfalls nicht verlassen - da kann mal für den einen mehr und für viele weniger herausschauen. Nichts für ungut, aber ein Recht wird man beim demokratischen Staat wohl vergeblich einklagen können: das Recht auf ein sicheres, angenehmes und materiell sorgenfreies Leben.

Teil 2: Das alternative Modell

Aus der vorangegangenen Kritik ergibt sich das Kernstück dieser Abhandlung, nämlich die Darstellung einer alternativen Wirtschaft und Gesellschaft. Was sind die Voraussetzungen dieser Alternative, wie ist diese organisiert und wie kommt es dazu? Das sollen die folgenden Abschnitte klären. Auch mögliche Gegenargumente werden ausführlich behandelt.

Im Abschnitt "Grundriss einer bedürfnisorientierten Versorgungswirtschaft (BVW)" werden die Zwecke, die Voraussetzungen und die Organisation dieser Ökonomie und Gesellschaft ausgeführt. Dem Leser wird nichts weiter zugemutet, als sich von dem Vorurteil der Unmöglichkeit solch einer Alternative zu lösen und der argumentativen Entwicklung des Modells aufmerksam zu folgen.

Der "Grundriss einer BVW" lässt sich nicht auf angebliche wirtschaftliche Sachzwänge und auf eine konstruktive Weiterentwicklung einer sozialen Marktwirtschaft ein. Die Kritik an der Marktwirtschaft ist Ausgangspunkt, mit den Grundlagen dieser unvernünftigen Organisation der Gesellschaft radikal zu brechen. Vergesellschaftete Produktionsmittel, geplante Produktion und Verteilung der erarbeiteten Güter an alle Mitglieder der Gemeinschaft sind die Grundlagen dieser neuen Gesellschaft, also einer Gesellschaft, in welcher das Eigentum als Rechtstitel obsolet geworden ist, in der es keinen Markt auf dem getauscht wird gibt, und als Gipfel der "Ungeheuerlichkeit", deren Wirtschaft ohne Geld auskommt. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Zusammenhang zwischen Arbeit und Verteilung, der in der BVW weder auf Lohn noch auf Geld bzw. Tausch basiert.

Die kritisierten Bereiche der Marktwirtschaft (Arbeit, Gesundheit, Umwelt) werden vom Standpunkt des neuen Gesellschaftsmodells nochmals durchdacht und skizziert. Bei der Darstellung wird es nicht auf epische Breite, sondern die Konzentration auf das Wesentliche ankommen.

Wohlwollend Interessierte werden das Modell für durchaus realisierbar halten, doch sich die Frage stellen, wie die Marktwirtschaft verändert werden solle, sodass eine BVW entstehe? Im Abschnitt "Der Übergang" wird der Versuch unternommen, die Möglichkeit der Veränderung der Gesellschaft zu erörtern - und dies ganz ohne den, bei so manchen noch immer beliebten, Verweis auf die Tendenzen der Geschichte, welche in diese Richtung weisen und dieser neuen Gesellschaft zuarbeiten würden. Für Anhänger dieser Weltanschauung mag es ernüchternd sein, dass von "der Geschichte" keine Hilfe zu erwarten sein wird. Es wird auf den gemeinsamen Willen von Menschen einer größeren Region ankommen, diese neue Vorstellung der Wirtschaft und Politik durch- und umzusetzen. Diese radikale Änderung wird wohl als Revolution zu bezeichnen sein. Mit einer evolutionären Entwicklung der Marktwirtschaft in diese Richtung ist nicht zu rechnen.

Erst wenn Privateigentum und Tauschbeziehungen abgeschafft sind, können die geplante Produktion, Arbeit und Verteilung phasenweise auf das Niveau einer gut funktionierenden BVW gehoben werden.

Weniger Wohlwollende werden einiges an dem Modell der BVW zu kritisieren haben. Diesen ist der Abschnitt "Die Gegner der BVW (und ihre Argumente)" gewidmet. Außer der Gegnerschaft der staatlichen bzw. marktwirtschaftlichen Institutionen und der Superreichen dieser Gesellschaft, die mit der BVW dem ersten Anschein nach wirklich etwas zu verlieren hätten, gibt es eine Reihe von Argumenten gegen die BVW, die auch von Leuten vorgebracht werden, deren Erfahrungen mit der Marktwirtschaft nicht so gut sind. Diese Gegenargumente finden sich quer durch alle Klassen und Schichten, in mehr oder weniger ausgefeilter Form. In vielen Diskussionen stellte sich heraus, dass sich die Skepsis hinsichtlich des Modells einerseits auf den Charakter des Menschen und andererseits auf die ökonomische Machbarkeit bezieht. Darauf wird ausführlich eingegangen, wie auch auf Befürchtungen, die demokratischen Werte und Tugenden würden durch eine BVW beseitigt werden. Und dann gibt es schließlich den Verweis auf die Sowjetunion, deren Mangelökonomie, Stalinismus und Untergang. Der Sowjetökonomie und deren Ökonomie als realisierter Versuch einer alternativen Ökonomie ist im Teil 3 ein eigenes Kapitel gewidmet.

Teil 3: Frühere alternative Modelle und realisierte Versuche

Was hat es mit dem Einwand auf sich, das Modell der BVW wäre gar nichts Neues, wäre "schon dagewesen"? Auch wenn dies richtig wäre, ergäbe sich daraus noch keine Kritik der BVW. Außerdem stellt sich beim genaueren Studium heraus, dass es wenige gut durchdachte Modelle gibt, die Ähnlichkeiten mit einer BVW aufweisen. Noch rarer sind gesamtgesellschaftlich realisierte Alternativen der Marktwirtschaft. Worin bestehen nun Ähnlichkeiten und Unterschiede einiger Modelle und Versuche zur BVW?

Im Abschnitt "Die alternative Gesellschaft als Utopie" werden zwei Modelle vorgestellt, die von einer Kritik an Privateigentum und Geld ausgehen.

Das eine Modell, die "Utopia" von Thomas Morus, ist kein Gegenmodell zur Marktwirtschaft und zwar aus dem einfachen Grund, da die Marktwirtschaft zu Zeiten des Morus gar noch nicht das war, was sie heute ist. Es gab zwar Privateigentum, Markt und Geld als Kapital und Kredit, aber so etwas wie Arbeitsmarkt, Industrie, Währung und Weltmarkt waren erst im Entstehen begriffen oder überhaupt noch nicht vorhanden. Warum ist die Utopia für die Thematik des Buches dennoch interessant? Morus ist vor allem Kritiker des Privateigentums und Geldes. Er analysiert die Zustände der englischen Gesellschaft seiner Zeit, kritisiert auch die Schönfärberei und entwickelt daraus als Antithese sein auf Gemeineigentum, geplanter Produktion und Verteilung beruhendes Modell. Diese Gesellschaftskritik und konsequent durchdachte Alternative enthält Gedanken, die es lohnen, kommentiert zu werden.

Von der Flut alternativer Gesellschaftsmodelle, die vor allem mit dem Erstarken der Marktwirtschaft, der Industrialisierung und der Verelendung des Proletariats entstanden, passt "Looking Backward" von Edward Bellamy am besten zur Thematik dieses Buches. Wie bei Morus ist der Ausgangspunkt eine Kritik an Privateigentum und Geld: Die Marktwirtschaft bringe für wenige Reichtum und für viele bescheidene bzw. ärmliche Lebensverhältnisse. In vielen Beispielen versucht Bellamy die Marktwirtschaft als irrationale Ökonomie zu entlarven und konterkariert sie mit seinem Modell. Dieses basiert auf Gemeineigentum und Güterverteilung. Durchaus überlegenswert ist seine Lösung des Zusammenhangs zwischen Arbeit und Zuteilung. Die Grundkonzeption des Werkes und einige Passagen werden erläutert und kritisiert.

Die wohl schärfsten Kritiker der Marktwirtschaft, die Sozialisten und Kommunisten des 19. Jahrhunderts hielten nicht viel von utopischen Gesellschaftsmodellen. Bei Marx, Engels und anderen führenden Köpfen der Arbeiterbewegung wird man nicht viel über die Funktionsweise der alternativen Ökonomie und Gesellschaft erfahren. Sie stellten den Utopien ihre "Nicht-Utopie: den wissenschaftlichen Sozialismus" gegenüber. Die Verweigerung der Darstellung einer Alternative beruhte vor allem auf zwei Standpunkten: dem wissenschaftlichen Anspruch und dem Historischen Materialismus. Kann man diesen Standpunkten etwas abgewinnen? Das Für und Wider wird abzuklären sein.

Schließlich gab es auch "realisierte Versuche alternativer Ökonomien", welche sich der Logik des Privateigentums, Marktes und Kapitals entzogen. Im Vorspann wird an ein Gemeinwesen erinnert, welches zwar aufgrund seiner historischen Entwicklung nicht als bewusste Antithese zur Marktwirtschaft verstanden werden kann, aber alle Eigenschaften einer geplanten Versorgungswirtschaft aufwies. Die Reduktionen (der Jesuiten) in Paraguay, auch bekannt als Jesuitenstaat, bestanden aus vielen Siedlungen, die jede für sich eine Art Planwirtschaftseinheit darstellten. Die auf Gemeineigentum, geplanter Produktion und Verteilung der Güter beruhende Wirtschaft, die in puncto Güterproduktion erfolgreicher als die Feudalwirtschaft der europäischen Ländereien war, erinnert an die Ökonomie "Utopias". Mit dieser praktizierten Gemeinwirtschaft wurde anschaulich widerlegt, dass Privateigentum und Geld quasi natürliche Elemente einer praktikablen und florierenden Wirtschaft wären, und Gewalt eine notwendige Klammer menschlichen Zusammenlebens sei. Die Kolonialherren hatten letztendlich dafür kein Verständnis.

Als bewusst organisiertes Gegenkonzept zur Marktwirtschaft kann die Ökonomie der Sowjetunion aufgefasst werden. Beginnend mit der Russischen Revolution von 1917 sollte für ein riesiges Land eine sozialistische Wirtschaft eingerichtet werden. Die erste historische Phase der Revolutionierung der sowjetischen Ökonomie wird als "Kriegskommunismus" bezeichnet. Es gab eine Perspektive namens "Kommunismus" und ein dementsprechendes gesellschaftliches Modell, das rasch umgesetzt werden sollte. Innen- und außenpolitische Umstände sprachen dann schließlich gegen die Fortsetzung der raschen Umsetzung. Das Modell des Kommunismus wurde nicht aufgegeben, aber im Streit über den richtigen Weg dorthin entschied letztlich (vor allem) Lenin, vorerst wieder auf marktwirtschaftliche Elemente zurückzugreifen.

Mit der Stabilisierung der politischen Verhältnisse wurde dann unter Stalin das Privateigentum rigoros (auch in der Landwirtschaft) in Staatseigentum umgewandelt und eine Ökonomie aufgezogen, die von den führenden Ideologen die Bezeichnung "Realer Sozialismus" verliehen bekam. Wie sah diese Ökonomie aus und was unterschied diese von einer vernünftig organisierten Versorgungswirtschaft? Wurde letztere deshalb nicht eingeführt, weil man sich noch viel zu sehr an der Marktwirtschaft orientierte und schließlich auch die Kritik der Marktwirtschafter an dieser Ökonomie für richtig hielt? Die Klärung dieser Fragen sollte auch einiges zum Verständnis einer BVW beitragen und diesbezügliche Missverständnisse und unkorrekte Analogien vermeiden helfen.

Etwas später als in Russland entstand in China eine weitere Alternative, die mit der Marktwirtschaft nichts zu tun haben wollte. Dieser "Dritte Weg" erschien vorerst als Übernahme des sowjetischen Modells, doch mit der Zeit ergaben sich Abweichungen vom sowjetischen Kurs. Mao Tse-tung sah die Chance, mit einer sozialistischen Wirtschaft die gesamte Bevölkerung für den Aufbau einer Weltmacht China einzusetzen und damit auch die Abhängigkeit vom marktwirtschaftlichen Ausland abzuschütteln. Um dies zu verwirklichen, setzte er nicht nur auf ein spärlich vorhandenes Proletariat sondern vor allem auf die Bauern des Landes. Dieser "Maoismus" prägte mehr als zwei Jahrzehnte die Entwicklung der Volksrepublik China. Die Souveränität gegenüber dem kapitalistischen Weltmarkt wurde mit der Politik der kollektiven Anstrengung tatsächlich erreicht. Die Nachfolger Maos sahen China nun stark genug und in der Lage, auf die Gegnerschaft zur Marktwirtschaft zu verzichten. Sie arbeiteten sich beim Umbau der Wirtschaft von einer "sozialistischen Warenwirtschaft" bis zu einer "sozialistischen Marktwirtschaft" vor und es könnte sein, dass der "Dritte Weg" demnächst den Titel "Chinesische Marktwirtschaft" erlangt.

Hatte Mao so etwas wie den Aufbau einer Versorgungswirtschaft im Sinn? Worauf kam es ihm, der wie kein anderer Politiker "das Volk" zitierte, an? Was sahen die Nachfolger Maos anders als der große Vorsitzende? Was unterscheidet die Marktwirtschaft der Volksrepublik China heutzutage noch von einer Marktwirtschaft eines Landes der Ersten Welt? Beweist dies die Überlegenheit der Marktwirtschaft gegenüber allen radikalen Alternativen und wäre die BVW ebenso zum Scheitern verurteilt?

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